Dokufilm

Dokufilm-Abende in der Veränderbar

Schauen und mit diskutieren. Beim Dokufilm-Abend wird aufmerksam gemacht auf globale oder lokale Geschehnisse, kritisch hinterfragt und nachgehakt.

Der Dokufilm-Abend findet zumeist Donnerstags statt. Beginn ist 20:30 Uhr, der Eintritt ist frei.

 

 

30. Mai, 19:30 Uhr

Filmpräsentation in Anwesenheit der Akteure

Wenn wir reden... Aktzeptanz ist keine Pflicht sondern selbstverständlich! 

(50min Deutschland 2014)

alevit. jugendgruppe dresden mutSeit dem Februar 2012 trifft sich eine Gruppe junger Dresdner_innen regelmäßig. Irgendwann hatten sie begonnen von einem Film zu träumen, den sie machen würden. Von einem, der von ihrer schwierigen Beziehung erzählt. So lernten sie, sich als "Postmigrant_innen" zu denken, lernten den Umgang mit der notwendigen Technik, Script schreiben, Storyboard bauen, Dramaturgien denken, Regie machen, Szenen finden, Drehtage planen. Und sie lernten viel über sich selbst und ihre Beziehungen zu ihrer Stadt, über ihr Dresden, ihre Heimat. 

Entstanden ist mehr als eine Film. Es ist ein Gefühl gewachsen. Es ist das Gefühl, als Gruppe auch gegen Widerstände etwas Positives bewirken zu können. Berfin, Yeliz, Alicem und alle anderen sind in Deutschland geboren, in Frankfurt, Berlin, Dresden. In Dresden arbeiten ihre Eltern, haben Geschäfte eröffnet, führen Restaurants. Es ist trotz aller "Konformität" und "Normalität" dieses Alltags nicht selbstverständlich, dass sie in ihrer Individualität und in ihrem Anspruch auf privaten Raum von der in Dresden überdeutlichen weißen Mehrheitsgesellschaft akzeptiert werden. In der Schule, auf dem Schulweg, immer dann, wenn das Leben außerhalb der Familien stattfindet, müssen sie sich auf "auf das zugeschriebene Anderssein" einstellen: - etwa wenn sie zu "Expert_innen" in Sachen Dschihad gemacht werden - sich äußern sollen zum Kopftuchverbot, zur Beschneidung, zu Essverboten etc. Die Phantasien der Fragenden scheinen unendlich in ihrer Kreativität, wenn es darum geht, die Unterschiede zu manifestieren. Sie leben mit diesem Spannungsfeld zwischen Neugier und Anfeindung. Offen werden sie selten angefeindet, eher ist es das latente, immerwährende Ausgegrenzt sein. Sie wachsen zweisprachig auf. Sie sprechen außerdem mehr oder weniger gut englisch, französisch, spanisch, kurdisch etc. Aber es hört ihnen niemand zu. Es hört niemand zu, wie es ist, wenn Dir die Welt- und Gesellschaftssicht deiner Eltern, deiner Familie genauso wichtig ist, wie deine Erfahrungen und Einsichten in deine Welt als Dresdner Jugendliche_r.

Nehmt Euch die Zeit, hört den Jugendlichen zu und kommt mit ihnen ins Gespräch.

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Chellaponnu

Regie: Silke Abendschein
Indien/Deutschland 2011, Länge: 67:12 min 

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Chellaponnu„Chellaponnu“ bedeutet „lovely girl“. Dieser Film begleitet still das

alltägliche Leben von fünf Frauen – Mütter und Töchter – im heutigen indischen Hinterland. Ihr Alltag fernder aufstrebenden Metropolen ist geprägt von tiefer Tradition, harter Arbeit und dem Leben in familiären Strukturen. Roses Erzählung vom Leben auf dem Land in den 1960er Jahren begleitet die Reise. Sie erzählt von Deutschland und ihrem Weg zur Selbstbestimmtheit. Ein sehr persönlicher Zugang zum Leben in Indien, der die kulturellen und zeitlichen Unterschiede vergessen macht und nach dem Stellenwert der Frau in der Welt fragt.


Zur Intention der Regisseurin Silke Abendschein: „Eine Tochter großzuziehen ist, als würde man den Garten des Nachbarn bewässern.“ (altes indisches Sprichwort) Betrachtet man die Situation der Frauen im heutigen indischen Hinterland, liegt es nahe, einen Film zu machen, der die oft schlimmen und ärmlichen Lebensbedingungen der Frauen dort zeigt. Doch in all den Jahren meiner Arbeit in diesen Gebieten ist mir vor allem eines begegnet: Liebe und eine sehr große Lebensfreude inmitten der alltäglichen Härte des Lebens und gesellschaftlicher Benachteiligungen. Ich möchte den Zuschauer durch diesen Film teilhaben lassen am ganz alltäglichen Leben dieser Frauen und diesen die Möglichkeit geben, sich zu äußern und gehört zu werden. Im Kleinen des Alltags das Große entdecken. Welche Wünsche haben sie, welche Träume? Wie gestaltet sich ihr Alltag und wie sehr treffen unsere klischeehaften Vorstellungen von der großen Rückständigkeit im Leben auf dem Land in Indien zu?

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Wir zeigen den Film am 14. März 2013 um 20.30 Uhr in der veränderbar in Anwesenheit der Regisseurin Silke Abendschein.

Trailer 
www.chellaponnu.de

Come Together

Dresden und der 13. Februar 

Regie: Barbara Lubich
Deutschland 2012, FSK: ab 12 Jahren, Länge: 94 min 

DD gruesst seine GaesteAm 13. und 14. Februar 1945 wurde Dresden zum Ziel alliierter Bombenangriffe. Das Thema der „sinnlosen“ Zerstörung einer „unschuldigen“ Kulturstadt so kurz vor Kriegsende wurde sofort propagandistisch ausgeschlachtet. Dieser durch Goebbels begründete Mythos erwies sich auch in Zeiten des Ost-West-Konflikts als hervorragendes Mittel, um gegen den Westen zu mobilisieren. Während in den 80er Jahren die Friedensbewegung den 13. Februar nutzte, um gegen Krieg und Aufrüstung zu protestieren, wurde das Datum mit der Wende für ganz andere Gruppen interessant: Heute findet am 13. Februar in Dresden einer der größten Neonaziaufmärsche Europas statt. Die Auseinandersetzungen zwischen Neonazis, Polizei und Gegendemonstranten bestimmen das Bild des Tages. Das traditionsreiche Gedenken ist zu einem Streit auf der Straße geworden, der die ganze Stadt bewegt. Viele differierende Meinungen treffen aufeinander. Vor der Silhouette der Stadt schafft der Film einen Dialog zwischen diesen unterschiedlichen Positionen. Durch die Stimmen der Protagonisten blickt der Film auf die Geschichte des Gedenkens seit 1945 zurück und reflektiert gleichzeitig die aktuelle Entwicklung. Der Wandel, den der Erinnerungsdiskurs in den letzten fünf Jahren erlebte, gewann auch 2012 weiter an Dynamik.

In der Schauburg läuft der Film ab dem 24.1.2013 täglich meist 18.00 Uhr.
Am 30.1.2013 wird es im Anschluss an den Film noch ein Podium geben mit Barbara Lubich, Stefan Schönfelder und Hildegart Stellmacher.

Am 11.2.2013 um 19.00 Uhr im Militärhistorisches Museum gibt es im Anschluss an den Film ein Podiumsgespräch mit Dr. Gorch Pieken (MHM) Frank Richter (LzfpB) Roman Kalex, Barbara Lubich und einer Vertreterin des Louisenkombinats

Am 13.2.2013 vormittags um 10.00 Uhr läuft der Film im Kristallpalast. Barbara Lubich wird für ein Filmgespräch im Anschluss zur Verfügung stehen.

Am 4. April 2013 zeigen wir den Film in der veränderbar. Eintritt 3€ Der Eintritt zum anschließenden Filmgespräch ist frei!

www.come-together-der-film.de

Trailer

gefördert durch das Bundesprogramm „TOLERANZ FÖRDERN - KOMPETENZ STÄRKEN“
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