KATZE IM SACK

Überraschungsfilmreihen des artderkultur

Mit dieser Veranstaltungsreihe wollen wir eurer und unserer Leidenschaft für bewegte Bilder noch umfassender frönen.
Das Prinzip ist einfach: Über einen Zeitraum von etwa zwei Monaten hinweg (jeden 2. und 4. Donnerstag des Monats) werden jeweils vier Filme gezeigt, die auf die eine oder andere Art und Weise zusammenpassen. Regisseure, Genres, Herkunftsländer, Sujet oder formale Gestaltungsmittel – wirklich alles kann als Thema für eine Filmreihe herhalten. Das Besondere an KATZE IM SACK ist nun, dass zwar das Thema der Filmreihe, aber nicht die einzelnen Filme bekannt sind. Lasst euch überraschen und vertraut uns, dass nur wirklich gute Filme gezeigt werden. Und es versteht sich von selbst, dass wir nicht einfach nur Filme an die Leinwand werfen, sondern diese auch mit Hintergrundinformationen zum jeweiligen Thema der Reihe und den Filmen garnieren.

Auf engstem Raum - April 2017

desert liveOb selbst gestellte stilistische Herausforderung, kreatives Mittel oder budgetbedingte Notlösung. Es existiert eine Vielzahl von Filmen, die sich fast ausschließlich in nur einem, wie auch immer gearteten, Raum abspielen. Je kleiner sich dieser definierte Raum gestaltet, umso größer ist die Herausforderung für Regisseure und Darsteller, selbigen auf Spielfilmlänge mit Spannung zu füllen. Eine ganze Reihe von Regieführenden sowie Schauspielern stellten sich dieser Herausforderung und nahmen sich diverser Räumlichkeiten an. Da wir auch in dieser Reihe insgesamt nur 4 Filme zeigen werden, haben wir uns entschieden Eingrenzungen vorzunehmen. So werden wir zum Beispiel auf Filme verzichten, in denen eine Gruppe von Menschen einen Raum betritt, um darin eingeschlossen und auf mehr oder weniger blutige Weise dezimiert zu werden. Vielmehr interessieren uns diejenigen Filme welche es schaffen, ganz ohne diesen populären Ansatz, ihre Zuschauer in einem möglichst kleinen Raum zu fesseln und zu unterhalten.

Wir danken dem Künstler @Markus Lange für die Bereitstellung des illustrierenden Bildmaterials!

body movin' - März 2017

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Hier geht's zum Glück nicht um Tanzteenyfilme, leider auch nicht um die besten Videoclips der Beasty Boys, sondern um Filme, welche neugierig auf den Körper schauen. Keine rein sexuelle Neugierde, sondern eher einen naiven oder eben auch anthropologischen Blick auf den menschlichen Körper zeigen uns junge Filme oder Filme von Frauen in denen fast keine vorkommen aber auch sensible oder verqueere Streifen. Keep on movin' und bleibt neugierig.

Achtung: am 9.3. unterbrechen wir die Reihe zugunsten unseres Filmquiz'!

Billy Wilder - Februar 2017

wilderKaum ein anderer Regisseur übte einen größeren Einfluss auf die Filmgeschichte des 20. Jahrhunderts aus als Billy Wilder. Absolut zurecht steht beispielsweise seine Komödie "Some Like It Hot" auf Platz 1 der Besten Filmkomödien der Filmgeschichte (laut American Film Institute). Wilder war einer der ersten, die dem sogenannten Hayes-Code, einem Regelwerk der Selbstzensur, das sich die Hollywoodindustrie in den 30ern auferlegt hatte, den cinematographischen Stinkefinger zeigte, indem er "unmoralische" Handlungen oder Haltungen wie Cross-Dressing, Homosexualität oder Seitensprünge wertfrei in seine Filme einbaute. Damit sind seine Komödien ab den 50er Jahren auch ein Spiegelbild der sich wandelnden amerikanischen Gesellschaft, die zunehmend mit Toleranz statt mit Sanktionen auf individuelle Lebensentwürfe reagierte.
Nicht unerwähnt bleiben soll aber auch, dass er seinen Durchbruch als Regisseur ab den späten dreißiger Jahren mit Film-Noir-Dramen wie "Sunset Boulevard" erreichte, die ein wesentlich düstereres Bild der menschlichen Natur zeichnen als seine späteren Komödien.
In unserer Reihe wollen wir beiden Seiten des großartigen Regisseurs huldigen, der dunklen wie der heiteren.

Gute Presse, böse Presse - Januar 2017

medien
Der Journalismus ist in den letzten Jahren schwer in die Kritik geraten. Der deutsche Ausdruck "Lügenpresse" ist international zu einem geflügelten Wort geworden, und nicht nur das Wutbürgertum äußert damit seine Kritik an einer Berichterstattung, die sich, so scheint es, viel zu sehr gemein gemacht hat mit den Interessen der politisch und wirtschaftlich Mächtigen. Auch rechte Populisten wie Donald Trump stellen ihre Verachtung für den Journalismus unverhohlen zur Schau und reiten damit auf einer Welle, die unser klassisches Verständnis der Rolle von Medien als Vierter Gewalt zunehmend unterhöhlt.
In unserer neuen Filmreihe widmen wir uns Filmen, die sich dem Thema Medien und unserem Bild von ihnen auf verschiedenste Weise nähern - ob Watchdog-Funktion, Sensationalismus oder Meinungsmanipulation. Lasst euch überraschen.


Wohngemeinschaften

WG
Sie weigern sich seit fünf Jahren das Geschirr zu spülen und manche hegen nicht einmal Skrupel, deine Leiche unter dem Bett zu verstauen, um sich an deinem Finanzpolster zu bereichern: Wohngemeinschaften – ob freiwillig oder erzwungen – fördern unweigerlich die dunkelsten Charakterzüge in Menschen zu Tage.

Im Dezember 2016 werden wir uns in drei Beiträgen der filmischen Verhandlung mehr oder weniger „spleeniger“, bzw. konfliktgeladener Wohngemeinschaften widmen und einige sehr interessante Mitbewohner_innen treffen!




Verbotene Filme im Kontext des geteilten Deutschlands - Von Kellern und Karnickeln

defaFür den Oktober 2016 haben wir uns überlegt, mal was mit Tieren zu zeigen! Tierinhalt funktioniert immer! … Und schon haben wir Euch mit dem Titel unserer aktuellen Filmreihe geködert. Allerdings müssen wir Euch die Vorfreude auf Roger Rabbit und Bugs Bunny schon wieder nehmen. Denn die Filme, die wir zeigen werden, haben absolut nichts mit dem Tier an sich zu tun.

Unsere aktuelle Reihe befasst sich mit Filmen, die sich kritisch mit dem Vorwende-Alltag im Osten Deutschlands auseinandersetzten und dadurch in Konflikt mit der engstirnigen Dogmatik der ostdeutschen Kulturpolitik traten. Für die Zensurbehörden stellten solche Filme die Alltagsrealität der Bürger in einer verzerrten Art und Weise dar. Sie wurden als „zutiefst unwahr“ und „gegen die sozialistische Gesellschaft gerichtet“ angesehen und in die dunklen Keller der Behörde verbannt. Was das nun mit Karnickeln zu tun hat, erzählen wir Euch gern an einem der noch ausstehenden Filmabende. Wir freuen uns auf Euren Besuch.

 Spanischer Bürgerkrieg

Spanischer

Unser Umsonstkino am Donnerstag hat sich für September 2016 (JETZT WÖCHENTLICH!) ganz dem Thema des Spanischen Bürgerkriegs verschrieben.
Vor 80 Jahren im Juli führte der gescheiterte Putschversuch von vier Generälen gegen die gewählte spanische Regierung zu einem der blutigsten Bürgerkriege der Menschheitsgeschichte.
Auch aus aktuellem Anlass - denn der Krieg in Syrien heute lässt sich in vielerlei Hinsicht strukturell mit dem Bürgerkrieg in Spanien vergleichen -, wollen wir uns diesem Thema widmen. Ein Blick auf die Vergangenheit ist fast immer lehrreich, wenn man versucht, die Gegenwart zu verstehen. Natürlich liegt unser Fokus auf der Sicht, die das Kino zu diesem Sujet entwickelt hat. In den nächsten vier Wochen werden wir also vier internationale Spielfilme auswählen, die sich auf die eine oder andere Weise mit dem Spanischen Bürgerkrieg beschäftigen.
Kommt vorbei!


Achtung: Explosiv!

bombeDas Thema der Reihe ist eines mit gehöriger Sprengkraft: Die Bombe im Film.
Zwar hatte Alfred Nobel mit der Erfindung des Dynamits nur bestes im Sinn, doch sollte sich bald zeigen, dass seine schöne, friedliche und einfach anzuwendende Erfindung von bösen Kräften missbraucht wurde. Dass sich das Militär der neuen Erfindung bedienen würde, hätte wirklich niemand voraussehen können. Bald aber feierten auch Sozialrevolutionäre den neuen Sprengstoff, und sorgten dafür, dass ungeliebte Potentaten wie Zar Alexander II oder Wilhelm I. hautnah mit der Erfindung Nobels in Kontakt kamen.
Bis zum heutigen Tage gehören Militär und Terroristen zu den Hauptnutzern von Sprengstoffen, während sich herausgestellt hat, dass sie im alltäglichen Leben normaler Menschen nur selten Anwendung finden.
Im Film hingegen ist die Bombe ein sehr beliebtes Motiv - auch jenseits von Kriegsfilmen. "Der rote oder der grüne Draht?" - Kaum ein Superschurke im Actionfilm, der auf den Knalleffekt einer Zeitbombe - gerne auch nuklear - verzichten würde. Im Film werden aber nicht nur Bomben platziert oder entschärft, man kann auch ganz andere Dinge mit ihnen tun. Man kann sie lieben, oder auf ihnen reiten. Wenn es sich um intelligente Bomben handelt, kann man sogar mit ihnen über den Sinn des Lebens philosophieren. Aber was "Intelligente" Bomben betrifft, gilt wohl immer noch die Billy-Bragg-Songzeile: "I don't believe we can defeat no Axis of Evil /By putting smart bombs in the hands of dumb people."

Termine: 21. April, 3. Mai, 19. Mai und 2. Juni 2016


Zeichentrick - Animation - Graphic Novel

 Muybridge race horse animatedKein Genre, kein Stil, eher eine Sammlung von Techniken.
Mit dieser Reihe wollen wir in aller erster Linie dafür sorgen, dass wir ein paar ganz bestimmte Filme, die uns sehr gefallen haben und die wir ewig nicht mehr gesehen haben bzw. solche, die wir schon immer mal sehen wollten, gucken können. Ihr seid herzlich dazu eingeladen dies mit uns zu tun.

Wir öffnen um 20:00 Uhr, Filmstart ist 20:30 Uhr

10.12.2015 - graphic novel
14.01.2016 - liveaction/animation
28.01.2016 - animation
11.02.2016 - doublefeature, erst doku, dann zeichentrick

Cinéma Puberté - Frühreife Meisterwerke der Filmgeschichte

CinemaPuberteDavid Lynch, Francis Ford und Sofia Coppola, die Coen-Brüder, Robert Rodriguez, Stephen Spielberg, Lars von Trier, David Fincher, Caroline Link, Tom Tykwer, Margarethe von Trotta - alles Regisseure und Regisseurinnen, die gefühlt schon eine halbe Ewigkeit Jahr für Jahr und Film für Film Filmgeschichte schreiben und teilweise schon so lange im Geschäft, dass man sich kaum noch erinnern kann, wie alles angefangen hat. Spannend vor allem die Frage, wie viel des späteren Künstlers bereits im Erstlingswerk sichtbar wurde. Unsere neue Überraschungsfilmreihe "Cinéma Puberté" soll Abhilfe schaffen und näher beleuchten, mit welchen Filmdebüts unsere arrivierten Regisseure jeweils auf der Bildfläche erschienen sind. Tabulose Grenzüberschreitung, progressives Experimentalkino, bedeutungsschwangere Anleitung zur Weltverbesserung oder filmmethodische Fingerübung - von allem ist etwas dabei!

Termine: 4. Juni, 18. Juni, 2. Juni

 


White Trash etc.

TrailerTrashAls wir zusammen saßen und Ideen für unsere neue Überraschungsfilmreihe sammelten, kamen wir schnell den Filmen von Harmony Korine und darüber schließlich auf das Thema White Trash. Aber was ist das eigentlich? Wikipedia sagt: „Der Begriff White Trash (englisch wörtlich „Weißer Abfall“, etwa: „Weißer Abschaum“) ist eine abwertende Bezeichnung für Mitglieder der weißen Unterschicht in den USA, wo dieser Begriff auch geprägt wurde.“ Wir verstehen „White Trash“ im cineastischen Kontext schon eher als Genre, denn als Thema. Wir zeigen euch vier Filme, deren Sujet das der weißen Armen und ihrer (alltäglichen) Probleme behandelt und die stilistisch trashig bis poppig schrill daher kommen. Allerdings werden wir uns weder auf USamerikanische noch englischsprachige Filme beschränken.

Wie gewohnt öffnen wir die veränderbar um 20:30 Uhr und starten nach einer kurzen Einführung um 21 Uhr den Film.

Termine: 26. Februar, 12., 19. und 26. März 2015 



WinterWestern

westernPassend zur kalten Jahreszeit wenden wir uns in unserer aktuellen Überraschungsfilmreihe dem weißen Western zu. Ja, es geht um Cowboys und Outlaws, um Sherriffs, Schießeisen und Whisky, um Gier, Einsamkeit, und Ureinwohner und natürlich ums nackte Überleben. Nur eben alles im Schnee bzw. Winter. Wir nehmen allerdings auch die engen Genrescheuklappen ab und schauen nach genreverwandten Filmen. Also lasst euch überraschen!

Wir öffnen um 20:30 Uhr und nach einem kurzen Einstieg startet der Film um 21 Uhr.

Termine:
15.1., 22.1., 29.1., und 12.2.2015
 



Zeitreisen im Film

zeitreiseZeitreisen faszinieren die Menschen vermutlich schon, seit sie als Aminosäuren das stumpfe Ausharren im Raum satt hatten und ihr Raumkontinuum spontan um eine Zeitachse erweiterten. So vielfältig wie Konstruktionspläne für Zeitmaschinen sind auch die Wege, auf denen man in der Zeit verreisen kann (und leider auch die Probleme, die damit verbunden sein können) und so unterschiedlich stellen sich Zeitreisen auch im Film dar. Einer schlüpft lediglich mit seinem Bewusstsein in den Körper seines jüngeren oder älteren Ichs, eine andere verschwindet gleich mit Haut und Haar in einer anderen Zeit, um ein bestimmtes historisches Ereignis hautnah zu erleben (und taucht nicht wieder auf, weil Änderungen der Zeitlinie einfach schwer zu verhindern sind). Ein Dritter gerät unverschuldet in eine Zeitschleife und verbraucht ein ganzes Menschenleben, um wieder herauszufinden.

In unserer kleinen, feinen Reihe werden wir versuchen, die Bandbreite von Filmen zum Thema Zeitreise zumindest halbwegs auszuloten: Actionthriller, philosophischer Diskurs, Psychoanalytisches Kammerspiel oder Telekolleg – alles zu seiner Zeit!

Termine:
13. November 2014, 21 Uhr
27. November 2014, 21 Uhr
11. Dezember 2014, 21 Uhr 

Ausbruch

AusbruchIn unserer aktuellen Überraschungsfilmreihe haben wir uns für ein sehr frei assoziierbares Thema entschieden. Es erwarten euch vier handverlesene Filme vom Katastrophenfilm über das klassische Gefängnis-Ausbruchsszenario bis hin zur revolutionären Idee.

18.09.2014 - Heute geht es um den Ausbruch aus dem Alltagstrott, der eine Familie in einer jener Schuhschachtel-Vorstädten Amerikas gefangen hält. 

2.10.2014 - Nachdem wir uns vor zwei Wochen mit dem Ausbruch aus der kleinbürgerlichen amerikanischen Vorstadthölle beschäftigt haben, zeigen wir diesmal einen klassischen Ausbruchsfilm. Der Film ist vielleicht nicht ganz so bekannt wie andere Gefängnisfilme, gehört aber trotzdem zu den absoluten Hollywood-Klassikern des Genres. Ein großartiges Drehbuch und zwei noch großartigere Hauptdarsteller, die zu Recht damals beide für den Oscar nominiert wurden, machen den Film zu einem echten Schmankerl für Filmfreunde.


 

Der (post-)apokalyptische Film

weltuntergang-krisenmanagement

Engel, die auf die Erde kommen, diese zu Vernichten, Kriege, die den Lebensraum oder die Menschheit zu vernichten drohen, Naturkatastrophen, verrückte Irre, fehlgeschlagene Experimente, Aliens, Diktatoren, Mutationen, Zombies... in unserer aktuellen Filmreihe geht es ums nackte Überleben, den Sinn des Lebens und manchmal auch um Gott!

22.05.2014 - Der erste Film unserer Reihe, mit der wir ganz entschieden einen Kontrapunkt zu dem eklig schönen Wetter, der WM-Euphorie und sämtlichen anderen positiven Stimmungsfaktoren des Frühsommers setzen wollen, wird das düster-skurrile Erstlingswerk eines inzwischen weltberühmten Filmregisseurs sein. Und ein Hackebeilchen wird eine nicht unwichtige Rolle darin spielen ...

3.07.2014 - Ein Film, der Wolkenformationen zu einem Thrill der Spitzenklasse macht. Hitchcock hätte seine Freude dran!


 

Der Film im Film

FilmImFilmWenn in Filmen der Prozess des Filmemachens oder das Medium Film an sich thematisiert werden, spricht man in der Regel vom „Film im Film“. Filme dieser Art sind meist angereichert mit Anspielungen auf Inhalte und Stilmittel existierender Filme und versteckten Bedeutungen, die sich in letzter Konsequenz zwar nur Cineasten erschließen können, aber nicht zwingend müssen, damit der Film funktioniert. Spannenderweise ist diese „Selbstreflexivität“des Films weder an konkrete Filmepochen gebunden noch auf bestimmte stilistische Mittel des Films zu reduzieren: Film im Film gab es bereits in der Frühgeschichte des Films (hier allerdings eher als Karikatur als als Kunstform) und wurde sowohl in mehr oder weniger konventionellen Hollywoodfilmen als auch in Autorenfilmen thematisiert. Letztere prangerten wenig überraschend nicht selten die Industrialisierung und Kommerzialisierung des Filmschaffens an – im starken Kontrast zur Leidenschaft und der Kunst, Filme zu machen. Entsprechend vielfältig ist die inhaltliche und formale Bandbreite von Filmen mit Film im Film.
Mit unserer kleinen aber feinen Reihe wollen wir versuchen, zumindest einen kleinen Teil der verschiedenen Facetten von Film im Film halbwegs adäquat abzubilden.

26. März 2014: Den Anfang macht eine bizarre Dokumentation, an der Freud seine wahre Freude hätte. Oder auch nicht. Dieser Film ist nicht nur etwas für Cineasten, sonden für alle, die schon immer mal wissen wollten, welche psychisch-archaischen Kräfte uns an die Leinwand fesseln.

10. April 2014: Der zweite Film in der Reihe widmet sich dem Film, ruhig und mit viel Gespür für die Menschen, als Erinnerungshilfe und Dokumentationsmedium. Der Moment Deines Lebens, den Du für alle Ewigkeit bewahren möchtest, welcher ist das? Dieser Frage stellen sich einige kürzlich Verstorbene in einer Art Zwischenreich. Mehr sei nicht verraten!

Alles über Deutschland...

TschlandIn unserer Überraschungsfilmreihe widmen wir uns in den kommenden zwei Monaten lustigen, skurrilen und bösen Beiträgen über Deutschland und die Deutschen... und nein, wir zeigen weder den großen Diktator noch Schlingensiefs intensive Deutschlandtriologie (100 Jahre Adolf Hitler – Die letzte Stunde im Führerbunker, das deutsche Kettensägenmassaker und Terror 2000 – Intensivstation Deutschland). Aber die Richtung in die es hier gehen wird dürfte nun klar sein.

30. Januar 2014: Ein Ort in Sachsen-Anhalt, 100 Einwohner, eine Kiesgrube, ein Flugplatz. Arbeitslager für jüdische Mischlinge der Organisation Todt, später kam die Sowjetarmee, heute Nato. Ein Film, der wie das Graben einer Grube ist. Eine Expedition in die Sedimentschichten der deutschen Geschichte. 

13. Februar 2014: eine Gruppe Theaterleute spielt sich beinahe um Kopf und Kragen. Es geht um blinden Gehorsam, Nazis und deren (unfreiwillige) Komik.

6. März 2014: Eine Familie, die sich in der Heimatlosigkeit eingerichtet hat, droht zu scheitern. Ein Film der mit wenigen Worte, eindruckvollen Bilder und großer Sensibilität für die Figuren erzählt wird.
 




A Tribute to Sidney Lumet

lumetSidney Lumet ist einer der bedeutendsten Vertreter des amerikanischen Autorenkinos und realisierte zwischen 1957 und 2007 etwa 50 Spielfilme, darunter etliche Klassiker der Filmgeschichte. Sidney ... wer?

Lumets offene Verachtung für die Filmmaschinerie Hollywoods, von der er sich Zeit seines Lebens fernhielt, führte dazu, dass die Academy Awards ihn ebenfalls weitestgehend ignorierten. Das änderte sich auch nicht, als Hollywood sich in den 70ern mit Regisseuren wie Scorsese, Altman oder Coppola dem Autorenkino der New Hollywood-Bewegung öffnete. Erst 2005 wurde sein Schaffen mit einem Ehrenoskar für sein Lebenswerk gewürdigt.

Schauplatz, Drehort und heimliche Hauptdarstellerin seiner Filme hingegen war die Stadt New York, mit ihrer ethnischen Vielfalt, ihren schmuddeligen Straßen, ihrer Gewalt und Korruption und ihrer Authentizität.
Oder in den Worten des Regisseurs: "New York is filled with reality; Hollywood is a fantasyland."

Seine Darsteller, darunter Marlon Brando, Henry Fonda, Paul Newman und Al Pacino, trieb er durch seine offene Art der Regieführung zu außergewöhnlichen schauspielerischen Leistungen; oft wird er als DER "actor's director" schlechthin bezeichnet. Dadurch erreichen die Figuren seiner Filme eine psychologische Dimension – oft ambivalent und jenseits von gut und böse –, die typisch für sein Werk ist.

Thematisch beschäftigte sich Lumet häufig mit Themen wie Recht und Gerechtigkeit, Schuld und Verantwortung, Korruption in Staat und Polizei oder dem manipulativen Charakter der Massenmedien.

Wir werden 4 Meisterwerke aus den 50 Jahren seines Filmschaffens präsentieren. 

 

Die Musik macht den Ton

katze im sack musikFür viele Menschen ist Musik die zweitwichtigste Nebensache der Welt - gleich nach Fußball bzw Shoppen ;-). Grund genug für uns, dem Thema an unserem Filmdonnerstag eine eigene Reihe zu widmen!

Als der Tonfilm aufkam, fragten sich viele Produzenten und Regisseure, was das solle. ... Geräuschkulisse? Dialoge? Braucht kein Mensch. Wozu ist Ton dann nütze? ... Vielleicht Musik. Ja! Musicals – Tolle Idee! ... Und so kam es, dass so mancher frühe Tonfilm durch ständige Gesangs- Tanz- und Revueeinlagen völlig verhunzt wurde. (Man betrachte die unsäglichen Musical-Filme, die zum Beispiel Ernst Lubitsch für Paramount drehen musste – stattliche 8 Stück zwischen 1929 und 1934).

Wir wollen das Thema Musik im Film in unserer Reihe weiter fassen. Ob Hommage an ein Musikgenre, Künstlerportät, Musical oder Bandfilm – alles ist möglich. Hauptsache: die Musik macht den Ton!

27. Juni 2013 - Beginnen werden wir mit einem Streifen, in dem es um Sex, Drugs und Beat-Musik geht. Eine Liebeserklärung an die Musik der 60er Jahre!

11. Juli 2013 - Bandbiographien im Filmformat gibt es wie Sand am Meer oder Zapfhähne auf dem Flanschrockfestival und dürfen deshalb auch in unserer Filmreihe nicht fehlen. Der heutige Film ist einer ganz besonderen Band gewidmet, die sich dadurch auszeichnet, dass wirklich jeder ihre Songs mitsingen kann, obwohl es sie im Grunde gar nicht gibt und auch nie gegeben hat. 

12. September 2013 - Dieses Mal zeigen wir eines der schönsten und rührendsten Musikerporträts, die jemals im Kino liefen ... und seid darauf gefasst, dass ihr noch tagelang mit einem Wurm im Ohr rumlaufen werdet!

26. September 2013 - Keine Homage an die Zeit, in der Rock und Pop noch moralische Abgründe darstellten, keine Biographie über fiktive oder realexistierende Musiker und schon gar kein verfilmtes Musical, sondern ein unaufdringlicher Film über die mehr oder weniger freiwillige Reise eines einfachen Mannes zu den Wurzeln seiner Musik. Es wird so wenig gesprochen, aber es passiert so unglaublich viel. 


Film Noir

film noirDie neue Filmreihe soll sich also einem Genre zuwenden, obwohl auch hier eher von einem Stil gesprochen werden muss. Das Genre des Film Noir ist der Krimi (hier als Sammelbegriff für Gangsterfilme, Thriller und Detektivgeschichten gemeint). Die Heimat des Film Noir sind die USA. Der Stil ist angelehnt an den Realismus der 30er Jahre und der literarischen Gattung der hardboiled Fiction und geprägt von der pessimistischen Weltsicht vor allem deutscher und österreichischer Emigranten nach dem 2. Weltkrieg.
Wir werden allerdings nicht nur die us-amerikanischen Klassiker zeigen, sondern anhand der Filmauswahl mal die verschiedenen Spielarten von Film Noir exemplarisch vorführen und uns dabei in vier großen Sprüngen bis in die heutige Zeit vorarbeiten. Ihr dürft gespannt sein und könnt euch auf eine handverlesene Auswahl cineastischer Highlights voller düsterer Gassen, einsamer Detektive, verführerischer Frauen und trickreicher Plots freuen!
2. Mai 2013 – Zum Einstieg ins Thema gibt es einen Klassiker der schwarzen Reihe, wenn nicht gar den Klassiker.
17. Mai 2013 – Mit dem zweiten Film der Reihe kommen wir zum Ende der klassischen schwarzen Serie. Mit  scharf gezeichneten Schatten, zwei zwielichtige Antagonisten, den Themen Prostitution, Drogen und Korruption geht eine Stil-Ära mit einem Crescendo zu Ende.
30. Mai 2013 - wir begeben uns nun heraus aus der klassischen schwarzen Ära und hinein in die bunten Siebziger und dem New-Hollywood-Kino, wo junge Regisseure die Schnauze voll hatten vom Monumental- und Bombastkino und begannen, sich stilistisch wieder häufiger am Film Noir zu orientieren.

Episodenfilme

episodenWir freuen uns, jetzt mit einer neuen Reihe wieder ein paar Kinoperlen präsentieren zu können. Diesmal haben wir uns für ein formales Thema entschieden. Der Episodenfilm ist eine eigene Erzählform des Kinos. In der Regel entspinnt dabei ein Regisseur mehrere kurze Geschichten, die verschiedene Blickwinkel auf ein Thema, eine Stadt, ein traumatisches Erlebnis oder ein Objekt zulassen. Das besondere dieses Erzählstils ist es, dass er kaleidoskopisch, beobachtend, dabei immer wieder um ein Thema kreisend, die Protagonisten in einen größeren Zusammenhang einbettet. Meist ein wunderbarer Anlass selber weiterzuspinnen und zu diskutieren.
07. März 2013 - heute geht es um einen Unfall, der das Leben und die Empfindungen von drei sehr unterschiedlichen Paaren nachhaltig verändert. Ein stilsicherer Film der brutal lauten und zärtlich leisen Momente.
21. März 2013 - Diesmal bleiben wir ganz in der Nähe und zeigen einen liebevoll lakonisch erzählten Film, der sich um den Grenzübergang Polen/Deutschland entspinnt. 
5. April 2013 - Nachdem wir beim letzten Mal mit der Bebilderung des Alltags an der deutsch-polnischen Grenze ganz in der Nähe geblieben waren, geht es diesmal wieder in die große weite Welt hinaus - mit Drogen, Politik, Macht und allem was anscheinend noch dazugehört.
18. April 2013 - Dieses Mal zeigen wir einen vielfach preisgekrönten mazedonischen Film: Ein traumatisierter Kriegsfotograf kehrt nach vielen Jahren in sein mazedonisches Dorf zurück, um zu sich selbst zurückzufinden. Aber die Dorfidylle ist vergiftet - Mazedonier und Albaner stehen sich misstrauisch und bis auf die Zähne bewaffnet gegenüber, und auch der Fotograf kann die Spirale der Gewalt nicht aufhalten. 
Ein packender Film voller poetischer Bilder und großartiger Filmmusik, der unter die Haut geht. Ein Film wie ein Kreis. Aber der Kreis ist nicht rund.

 

Irgendwo im Nirgendwo

nirgendwoDie erste Überraschungsfilmreihe KATZE IM SACK des artderkultur steht unter dem Motto „Irgendwo im Nirgendwo“. Wer hier spontan an Filme über mehr oder weniger gescheiterte Existenzen denkt, die es mehr oder weniger freiwillig in pampaartige Gefilde verschlägt, um dort mit dem einen oder anderen mehr oder weniger existenziellen Problem konfrontiert zu werden, mag durchaus richtig liegen - oder auch nicht. Ab heute könnt ihr bei uns jeden 2. und 4. Donnerstag im Monat insgesamt 4 Filme zum Thema schauen, die wir gewissenhaft für euch auswählen, aber nicht vorher verraten.
10. Januar 2013 - Nur soviel: Der heutige Film passt hervorragend in den Winter, ist sehr poetisch und auch hinreichend schräg. Beginn ist pünktlich halb neun!
24. Januar 2013 - Diesmal gehts nach Argentinien! Freut euch auf einen warmen Abend mit einem wunderbar leichten und natürlich auch wieder skurril-poetischen Kinoerlebnis!
8. Februar 2013
- EIn britisches Regiedebut. Diesmal gehtś ins All und wie in den Klassikern der 60er und 70er Jahre geht es in diesem Film auch nicht ohne den treuesten Freund eines jeden Astronauten: den sprechenden Automaten!
21. Februar 2013 - Am Ende machen wir es uns einfach mal leicht und zeigen einen Film, der jedem beim Lesen des Reihenmottos in den Sinn kommen müsste. Die Mutter aller Pampafilme sozusagen!