Forum Buch. Dresdner Buchhändler und Literaten im Gespräch.

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Rezension. Lesung. Diskussion.

Forum Buch ist eine Veranstaltungsreihe des artderkultur e.V. Seit 2006 gab und gibt es alle zwei Monate eine neue Ausgabe - mit unterschiedlichen Besetzungen und immer anderen Themen. Jede Veranstaltung wird von einem Thema getragen, innerhalb dessen sich die Rezensenten für ein Buch entscheiden, dass sie vorstellen möchten. Dadurch entsteht in den Veranstaltungen oft eine ganz eigene Dynamik – je nach Interpretation des Rahmens widersprechen oder ergänzen sich die vorgestellten Bücher und ihre Erörterungen. Dabei spielen auch die Gäste der Veranstaltung eine wichtige Rolle – nach den Rezensionen besteht die Möglichkeit, über die Bücher ins Gespräch zu kommen, zu streiten und zu diskutieren.

 

 

 

John Williams

Ein Autor, drei Romane, drei Rezensierende. Der Autor ist John Williams — amerikanischer Professor für Englische Sprache und Preisträger des National Book Award. Zu seinen Lebzeiten war sein Werk nur wenig bekannt, im neuen Jahrtausend hingegen wurde er als wichtige Wiederentdeckung gefeiert. Anlass genug für uns, die neue Ausgabe von Aufgeschlagen einzig John Williams zu widmen. Die Bücher umfassen eine große Spannweite an Genres: Klassischer Western, der von Outlaws und Abenteurern erzählt, eine „perfekte“ Novelle, die das wenig erbauliche Leben eines Akademikers behandelt, und schließlich ein historischer Roman, der sich dem römischen Kaiser Augustus widmet. „Butcher‘s Crossing“, „Stoner“ und „Augustus“ werden von Kristin Anacker, Eric Piltz und Jörg Stübing vorgestellt und diskutiert. Moderiert wird die Veranstaltung wie immer freundlich und kompetent von Anja Stephan.
Aufgeschlagen findet am Dienstag, 04. April 2017, 20 Uhr in der veränderbar, Görlitzer Str. 42 HH, statt.


 

Aufgeschlagen 201506 IchSchreibe R01 WEB

Ich schreibe, also bin ich.

Dienstag den 9. Juni um 20 Uhr

Über die eigenen Erlebnisse, Bedürfnisse, Kümmernisse und Freuden des Lebens zu schreiben, dürfte ein Zugang zum literarischen Schaffen sein, der uns allen schon mal begegnet ist. Aber sicher werden auch viele zustimmen, dass nur die wenigsten solcher Schriften dafür geeignet sind, sie Anderen zum Lesen zu überlassen. In der aktuellen Ausgabe von Aufgeschlagen beschäftigen wir uns mit der Konstruktion von Identität durchs Schreiben. Das klingt viel sperriger als es ist, vor allem wenn man sich anschaut, welche Autoren und Werke diesmal auf unserer Liste stehen. Kristin Anacker wird sich mit dem autobiografischen Projekt des Norwegers Karl Ove Knausgard beschäftigen, welches letztlich ganze sechs Bände umfassen soll. Nicht weniger opulent geht es bei Jörg Stübing zu, der sich Marcel Prousts "Auf der Suche nach der verlorenen Zeit" widmen, und dabei Bezug zu Józef Czapskis "Proust - Vorträge im Lager Grjasowez" nehmen wird.

Moderiert wird die Veranstaltung wie immer freundlich und kompetent von Anja Stephan.

 

 

 

Aufgeschlagen 201504 Musik R v01 Web

Musik!

Dienstag 14. April 2015, 20 Uhr

Bücher über Musik. Klingt auf den ersten Blick nicht wirklich spannend, aber die Auswahl der Bücher macht in diesem Falle den Unterschied. Unsere Rezensent_innen Kristin Anacker und Jörg Stübing haben zwei besondere Autoren herausgesucht, die sich mit dem Thema auseinandersetzen: Richard Powers und Helmut Krausser! „Orfeo“, das Buch des Amerikaners, erzählt die Geschichte eines Mannes, der der DNA ihre Musik entlocken will. Bezüge zur modernen atonalen Musik werden gefunden und in die Geschichte verwoben. „Zwei ungleiche Rivalen: Puccini und Franchetti“ hingegen beschäftigt sich mit den Lebensumständen zweier Komponisten des 19. Jahrhunderts—der Eine dürfte den meisten wohl bekannt sein, wohingegen der Name des Anderen nur Kennern vorbehalten sein dürfte.
Moderiert wird die Veranstaltung wie immer freundlich und kompetent von Anja Stephan.

Weiterführendes

Bücher

Richard Powers: Orfeo, Galathea 2.0, Klang der Zeit, Echo der Erinnerung

Orpheus: Mythos Orpheus. Texte von Vergil bis Bachmann . HG von Storch, Wolfgang

Musiktheorie: Martineau: Zauber der Musik, Hindrichs: Autonomie des Klangs. Musikphilosophie, Berendt: Nada Brahma – die Welt ist Klang. Alles ist Musik., Liessmann: Grenzen (in) der Kunst. Ende des Werkbegriffs? Ross: The Rest is Noise. E-Musik im 20. Jahrhundert., Reynolds: Retromania. Die Erschöpfung des Rock n Roll.

Genetik: Powers: Nummer Neun, Lem: Imaginäre Größe

Musik

John Cage: Complete Music for Prepared Piano, Mozart: Jupitersinfonie, Mahler: Kindertotenlieder, Messiaen: Quartett für das Ende der Zeit / Turangalia Sinfonie, Ligety: Clear or cloudy, Pärt: Serenity

 

Aufgeschlagen FEB2015 R v01 WEB A4

Western

Dienstag, 03.02.2015, 20:00 Uhr

Western? Und dann auch noch als Buch? Als Filme zur Weihnachtszeit sehr beliebt, mit Bartstoppeln in Großaufnahme, kargen Landschaften, rauhen Kerlen und schönen Frauen. Was aber macht das Genre Western in der Literatur so spannend? Unsere Rezensent_innen Kristin Anacker und Jörg Stübing stellen zwei Werke vor, die diese Frage sicher beantworten werden: Die Border-Trilogie von Cormac McCarthy und Céline Minards „Mit heiler Haut“. Zweierlei ist faszinierend an den beiden Romanen: Western kann ein topaktuelles Genre sein, und Frauen können auch Western! Moderiert wird die Veranstaltung wie gewohnt von Anja Stephan.









 

 

Maskerade

Dienstag, 25.11.2014, 20:00 Uhr

maskerade web-1Heimlichkeiten sind es, mit denen wir uns in der aktuellen Ausgabe von Aufgeschlagen! beschäftigen. Gerade in Liebesbeziehungen spielt die Maskerade eine herausragende Rolle: Die eigenen, verborgenen Wünsche und die Erwartungen des geliebten Menschen stehen sich oft gegenseitig im Wege. Kristin Anacker geht der Frage nach, wie unterschiedlich Heimlichkeiten und Tarnung das Miteinander beeinflussen, indem sie Schnitzlers "Traumnovelle" und Frischs "Mein Name sei Gantenbein" gegenüberstellt. Jörg Stübing widmet sich in seiner Renzension einem Autor, der selbst als Vorbild der Maskerade dienen kann: Thomas Pynchon. Die jüngsten Fotografien sind über 40 Jahre alt und seine genauen Lebensumstände sind ungewiss. Gewiss jedoch ist, dass sein letzter Roman "Bleeding Edge" der Ausgangspunkt für einen Streifzug durch Leben und Wirken dieses spannenden Autors sein werden.

Der literarische Abend wird von Anja Stephan moderiert, die es übernehmen wird, die Gemeinsamkeiten zwischen den besprochenen Büchern zu demaskieren, und die Gäste ins Gespräch zu verwickeln.





Starke Frauen

Dienstag, 23.09.2014, 20 Uhr

forumbuch starke frauenFrauen in der Literatur – wir laden ein zu Rezensionen und Diskussion über unsere Heldinnen, Literatinnen und Gefährtinnen.
Unbestritten wird die Literatur von Männern dominiert. Es gibt viel mehr männliche Autoren und auch die Helden der Bücher sind vermutlich immer noch in der Mehrzahl. Deshalb wird sich „Aufgeschlagen“ mit der weiblichen Seite im Buch beschäftigen. Unsere Rezensent_innen stellen starke Frauen vor. Wir gehen der Frage nach, was das speziell Feminine in der Literatur ausmacht, was für den Erfolg ausschlaggebend ist, und letztlich, worin die Stärke der Frauen in der Literatur liegt.
Unser neues Format „Aufgeschlagen“ verbindet Bewährtes aus „Forum: Buch“ mit neuer Form der Präsentationen.






Alle reden übers Wetter – wir auch!

Dienstag, 11. Februar 2013 um 21 Uhr

14.2. webflyBanal als Gesprächsthema, elementar im täglichen Leben. So gesehen ist das Wetter vielleicht doch ganz interessant. Dazumal, wenn man auf Spurensuche in der modernen Literatur geht. Unsere Rezensenten Anja Stephan, Jörg Stübing und Christian Budde machen sich auf, dem Spiel der Natur zwischen den Buchdeckeln auf die Schliche zu kommen.
Die Werke, derer sie sich annehmen, stammen von Scott Huler (Die Sprache des Windes), Giles Foden (Die Geometrie der Wolken) und Horst Mahlberger (Bauernregeln aus meteorologischer Sicht).







 

"1000 Seiten Ewigkeit - Literarische Familienbande"

Dienstag den 5. November 2013 um 21 Uhr

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Das Filmlexikon der Uni Kiel schreibt zum Thema Familiensaga: "In episch breiten, meist langatmigen (gelegentlich mehrteiligen) Filmen wird die Geschichte einer Familie über mehrere Generationen hinweg erzählt". Das stimmt so ganz sicher auch auf dem ersten Blick für die literarische Variante dieses Genres; und langatmig bedeutet dann meist auch noch langweilig. In der aktuellen Ausgabe von Forum Buch treten unsere Rezensenten Kristin Anacker, Jörg Stübing, Bastian Fröhner und Christian Budde den Beweis an, dass literarische Familienbande sehr wohl spannend sein können! Buwalda, Kehlmann, Ruge und Ibsen heißen die Autoren, deren Werke unter die Lupe genommen werden. Das längste Buch des Abends hat übrigens nur 640 Seiten - ein richtiges Leichtgewicht, wenn mans mit den Brüdern Karamasow vergleicht!





 

„Sommer, Sonne, Seemannsgarn“

Dienstag, 25. Juni 2013, 21:00 Uhr in der veränderbar

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Wie der Titel schon verrät, geht's diesmal auf hohe See. Ein beliebtes Thema in der Literatur, dem sich unsere Rezensenten Anja Stephan, Jörg Stübing und Urs Mösenfechtel widmen. Gerade auf dem Meer, in der Beschränktheit und Einsamkeit eines Schiffes, offenbaren Menschen geheime Wünsche, und das Wesen der Mitreisenden tritt am deutlichsten hervor. In dieser Ausgabe wird Klaus Störtebekers Leben genauso eine Rolle spielen wie „In Bedrängnis" von Richard Hughes und „Das Rätsel der Sandbank" von Robert Erskine Childers.

Wir laden herzlich ein zu einer unterhaltsamen, spannenden Fahrt über die Weltmeere!

 

 

 

„Dämonen, Monster, Nachtgestalten“

Dienstag, 23. April 2013, 21:00 Uhr in der veränderbar

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Was wäre die Literatur ohne das Unheimliche? Von E.T.A Hoffmann bis Stephen King—viele sind in ihrer Entwicklung als Lesende schon mit dem Grauenhaften, Dunklen, Phantastischen in Berührung gekommen. Unsere Rezensierenden Anja Stephan, Bastian Fröhner, Jörg Stübing und Urs Mösenfechtel werden in der aktuellen Ausgabe von Forum:Buch ein buntes Bild der unheimlichen Literatur malen. Werke von Shakespeare werden dabei genauso eine Rolle spielen wie der Klassiker dieses Genre, Bram Stoker.

 

 

„Im Westen nichts Neues - Es lebe der Osten!“

Dienstag, 26. Februar 2013, 21:00 Uhr in der veränderbar13 02 26 webfly

Wer bei russischer Literatur zuerst an Puschkin, Dostojewski oder Tolstoi denkt, macht sicherlich nichts falsch dabei. Namen wie Nabokov, Bulgakov oder Tschechow kommen ebenso in den Sinn. Wie auch immer, die neue Ausgabe von Forum Buch widmet sich den "jungen" Russen. Unsere Rezensenten Bastian Fröhner, Anja Stephan, Jörg Stübing und Christian Budde werden Werke von Wladimir Sorokin (Der Schneesturm), Gaito Gasdanow (Das Phantom des Alexander Wolf) und Wsewolod Petrow (Manon Lescaut von Turdej) besprechen. Und es müsste am Ende schon mit Bulgakovs Voland zugehen, wenn sich bei dieser Auswahl nicht der eine oder andere Bezug zu den großen Klassikern aufdrängen sollte!









 

„1001 Nacht - kein Märchen“

13. November 2012

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Politische Nachrichten beherrschen die Wahrnehmung, wenn es um die arabische Welt geht, manchmal positive, optimistische, aber viel zu oft schlimme, erschreckende. Dabei gerät schnell aus den Augen, welch reichen literarischen Schatz wir dem Orient verdanken. In der neuen Ausgabe von Forum Buch beschäftigen sich unsere Rezensenten Lars Amsel, Urs Mösenfechtel, Anja Stephan und Jörg Stübing vor allem mit zeitgenössischen Werken. Die Liste der vorgestellten Autoren umfasst unter anderem Amin Maalouf, Navid Kermani, Eric-Emmanuel Schmitt, Hassan Massoudy und Orhan Pamuk. 

Dienstag, 13. November 2012, 21:00 Uhr in der veränderbar, Görlitzer Str. 42 HH






 



 

Wachstumssprünge/Seelenrisse -

von den Schwierigkeiten erwachsen zu werden"

4. September 2012

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Viel wurde geschrieben über diese wunderliche Zeit, wenn aus Kindern Erwachsene werden: für die Kinder, für die Eltern und für alle, die sich beruflich dafür interessieren. Wie auch immer, einige haben sich dem Thema auf eine Weise genähert, dass sie aus der Welt der Literatur und der Weltliteratur nicht mehr wegzudenken sind. In dieser Ausgabe von Forum Buch werden unsere Rezensenten Jörg Stübing, Anja Stephan und Urs Mösenfechtel liebgewonnene Helden der Kindheit betrachten (Kurt Held, die Rote Zora), aber vor allem auch aktuelle Perlen (David Mitchell, Black swan green; Michael Stavaric, Brenntage) unter die Lupe nehmen.

Dienstag, 4. Septembr 2012, 21:00 Uhr in der veränderbar, Görlitzer Str. 42 HH

 

 

 

 

 

 

 

„Meine Arbeit - mein Hobby"

5. Juni 2012

12 06 05 webDie Einen haben zu viel davon, die anderen zu wenig. Streit ist vorprogrammiert, wenn man darüber nachdenkt, wie man sie verteilen oder welche Rolle im Leben sie einnehmen sollte: Die Arbeit. Unsere Rezensenten Jörg Stübing, Urs Mösenfechtel und Lars Amsel nähern sich dem Thema über die schöngeistige Literatur und zeigen, dass bei allem Ernst vor allem der Humor nicht zu kurz kommen sollte. Auf die Antwort zur Frage, was wohl ein "Uhrenstellinstitut" (Ahmet Hamdi Tanpinar) sei, darf sich der Besucher freuen. Oder sich von Jörg Uwe Sauers "Uniklinik" vor Augen führen lassen, welch absurder Reigen sich im geisteswissenschaftlichen Betrieb einer höheren Bildungseinrichtung dreht. Und dann ist da noch "Der Hals der Giraffe" von Judith Schalansky, ein Buch, das ausgerechnet als Bildungsroman untertitelt ist.

Dienstag, 5. Juni 2012, 21:00 Uhr in der veränderbar, Görlitzer Str. 42 HH

Aussteiger  – Gegangen um zu bleiben!

10. April 2012

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Wer aussteigt ist angekommen. Oder hat festgestellt, dass die Richtung nicht mehr stimmt, Veränderung in der Bewegung nötig ist. Aussteiger sind es oft, dazumal in der Literatur, die die andere Möglichkeit eröffnen, den neuen Blick. In der neuen Ausgabe unserer Reihe rezensieren Jörg Stübing, Urs Mösenfechtel, Lars Amsel und Kristin Anacker. Die Bücher, die sie besprechen, umspannen die Welt vom hohen Norden Finnlands bis hinunter nach Afrika: Saul Bellow "Der Regenkönig", John K. Toole "Ignaz oder die Verschwörung der Idioten", Fredrik Sjöberg "Die Kunst zu fliehen. Vom Glück, sich in kleine Dinge zu versenken und große Kontinente zu entdecken", und schließlich Arto Paasilinna "Nördlich des Weltuntergangs".

Dienstag, 10. April 2012, 21:00 Uhr in der veränderbar, Görlitzer Straße 42, HH

 

 One Day Novel.

21.02.2012

Das Gegenteil von Verdichtung könnte man Ausweitung nennen. Oder Ausführlichkeit. Dass eine solche nicht langweilig sein muss, sondern sogar höchst spannend, wird in der nächsten Ausgabe von Forum Buch unter Beweis gestellt. Christa Wolfs „Ein Tag im Jahr“, Ian McEwans „Saturday“, “Ein Tag des Iwan Dennissowitsch“ von Alexander Solsheniyzin und außerdem „Die Glut“ von Sandor Marai werden dem geneigten Publikum nähergebracht.

Rezensenten: Lars Amsel, Kristin Anacker, Urs Moesenfechtel, & Jörg Stübing

Dienstag, 21.Februar 2012, 21:00 Uhr im Büchers Best, Louisenstraße 37

 

2011

Mensch Messias! Einer für Alle?

14.12.2011

Die Zeit gibt den Anlass, und die Literatur gibt es her: Heilsgestalten bevölkern die Belletristik, das Feuilleton, Sachbücher gar. Grund genug für Forum Buch, sich umzuschauen. Philip Pullmanns "Der gute Herr Jesus und der Schurke Christus" spielt mit der Idee, wenn einer zwei gewesen wäre, gegensätzlich in Temperament und Vision, und welche Auswirkung dies auf christliche Wahrheiten hätte. Mit Heinrich Heines "Deutschland. Ein Wintermärchen" könnte man die Auseinandersetzung politisieren, oder eben die Figuren der Geschichte zu Wort kommen lassen. "Gott bewahre" schließlich, von John Niven, lässt die Wiedergeburt kritisch und komisch zugleich Wirklichkeit werden.

Mit Jörg Stübing, Kristin Anacker und Urs Moesenfechtel

Dagegen – Widerstand und Subversion.

19.10.2011

Es sind bewegte Zeiten, in denen wir leben. Oder waren sie schon immer so? Unsere Rezensenten Jörg Stübing, Urs Moesenfechtel und Nicole Matz gehen auf Spurensuche. Ulrich Pelzers „Teil der Lösung“ thematisiert den Kampf gegen bestehende Verhältnisse, eingebettet in eine Liebesgeschichte in Berlin. Heinrich Steinfest, Vielen bekannt als begnadeter Krimiautor, erzählt die Geschichte dreier Männer und eines Hundes – und zwar in Stuttgart in Zeiten eines Bahnhofs. Und schließlich Georges Perecs kleines Buch mit dem langen Titel „Was für ein kleines Moped mit verchromter Lenkstange steht dort im Hof?“ – pointierter Humor zum Thema.

 

 

 

 

 

 

 

Wüste

13.04.2011

Für die einen ist sie einfach leer und tot, für Andere bedeutet sie Inspiration und Ruhe. Zum Thema Wüste hat wohl jeder seine eigenen Vorstellungen – kein Wunder, dass auch die Literatur sich ihrer angenommen hat. Erhart Kästners „Zeltbuch von Tumilat“ behandelt die Zeit der Kriegsgefangenschaft des Autors in Nordafrika. Ebenfalls in Kriegszeiten spielt Henno Martins „Wenn es Krieg gibt, gehen wir in die Wüste“; über zwei Jahre schlagen sich zwei deutsche Wissenschaftler durch die Namib, im Kampf ums Überleben unter den Eindrücken der atemberaubenden Kulisse. Eine Reise durch die Sahara stellt den Hintergrund für das dramatische Ende einer Beziehungsgeschichte dar, die Paul Bowles in „Himmel über der Wüste“ erzählt.

Es rezensieren: Jörg Stübing, Nicole Matz und Lars Amsel.
Präsentiert vom artderkultur e.V. mit Unterstützung durch BüchersBest und die St. Benno Buchhandlung.


Fiktionale Architektur

23.02.2011

Fiktionale Architektur: Städte, Parks, Häuser und Räume in der Literatur, die erfundenen, imaginierten oder nacherzählten stehen im Mittelpunkt des „Forum: Buch.“ im Februar. Diese phantastische Architektur bietet Raum für Geschichten aus fernen Ländern, wie in Italo Calvinos „Die unsichtbaren Städte“. Sie ist Projektionsfläche für den Selbstversuch, wie in Adolf Muschgs „Gegenzauber“ oder für die Selbstsuche wie im „Haus der Häuser“ von Andrea Giovene. Sie schützt die Protagonisten vor der Außenwelt, führt sie in die Irre, oder lässt sie an sich verzweifeln.
Es rezensieren: Jörg Stübing, Nicole Matz und Lars Amsel.









 

2010

Tagebücher

08.12.201010 12 web

Papier ist geduldig, sagt der Volksmund, und hat oft recht damit. Tagebücher können viel vertragen, von den schönen wie den schweren Stunden, das Banale, Offensichtliche genauso wie das Geheime, Gefährliche. Entsprechend bunt wird die Mischung, die in dieser Ausgabe des Forums besprochen wird: Von Samuel Pepys „Geheimen Tagebüchern“ aus dem 17. Jahrhundert, einem  vergnüglichen Briefroman über das Leben als Einwanderer ins Amerika des 19. Jahrhunderts („Jürnjakob Swehn der Amerikafahrer“,  Johannes Gillhoff), über Ernst Jüngers „Kriegstagebuch“ und bis hin zu Susan Sontags „Wiedergeboren“.

Mit Lars Amsel, Kristin Anacker und Jörg Stübing.

Café Koralle (Rothenburger Str. 30), präsentiert von artderkultur und BüchersBest.

 

 

 

 

Von Zahlen erzählen

 13.10.201010 10 web

"Alles kann in Metern und My gemessen werden und wären der Zahlen zu viele oder zu wenige, dann muss man abziehen oder dazu zählen. Vielleicht wählen wir viel öfter als wir glauben unsere eigenen Zahlen." Lars von Trier The Kingdom I/7

Ein Abend voller numerologischer, formelhafter, vom Forschergeist getriebener Geschichten erwartet uns mit: Humboldt, der die "Vermessung der Welt" (Daniel Kehlmann) zu seinem Lebensziel gemacht hat, Nina Gluckstein und ihre besondere Mathematik (Esther Vilar) und Casaubon, der dem Geheimnis des Foucaultschen Pendels (Umberto Eco) hinterherjagt.

Es rezensieren: Kristin Anacker, Nicole Matz und Jörg Stübing

Buchbar im Sonnenhof, Alaunstr. 66/68, unterstützt durch: BüchersBest und die St. Benno Buchhandlung

 

Das Buch im Buch

04.08.2010

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Walter Moers entführt seine Leser der „Stadt der träumenden Bücher“ in die Welt Zamoniens, in der es von wundersamen Wesen nur so wimmelt. Allen gemein ist das große Interesse an Druckerzeugnissen aller Art. Ebenso fantastisch gleichwohl in unserer bekannten Welt angesiedelt, spielt Jasper Fforde’s ‚Der Fall Jane Eyre‘ mit den Grenzen zwischen Literatur und Realität. Zeitsprünge, entflohene Romanhelden und Schurken, die sich in Büchern verstecken sind die Zutaten, aus denen ein schnelles und spannendes Wechselspiel entsteht. Daniel Pennacs „Sündenbock im Bücherdschungel“ wirft schließlich einen ironischen Blick auf den eigentlichen Literaturbetrieb, das ewige Ringen der Autoren um Veröffentlichung einerseits, und die Kunst der Ablehnung durch die Verlage andererseits.

Es rezensieren: Nicole Matz, Jörg Stübing und Kristin Anacker

Buchbar im Sonnenhof, Alaunstr. 66/68, Dresden-Neustadt, unterstützt durch Büchers Best und die St. Benno Buchhandlung

 

 

 

 

 

 

Wort und Spiele

02.06.2010

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Guiseppe Di Grazia kennt die Begeisterungsfähigkeit institutionaliserten Spielens und beschreibt anschaulich "die 10 Magier des Fußballs". Denn der Mensch, so Schilller, ist nur da ganz Mensch, wo er spielt.
Und zum Spielen gehört es auch, so zu tun als ob. Das alltägliche Theater beschreibt Miranda July in "10 Wahrheiten".
Abgerundet wird die Partie durch den historischen Schach-Thriller "Zugzwang" von Ronan Bennet, in dem es nicht nur um die literarisch so oft eingesetzte Brettspielkunst geht.

Es rezensieren: Christine Herzog, Stephan Tautz, Kristin Anacker und Jörg Stübing

Galerie Treibhaus



Der Sound im Text

03.02.2010

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Literatur und Musik haben viel gemeinsam, und das nicht nur dort, wo die eine die andere zum Thema nimmt. Es gibt Bücher, die wie Musik sind: Voller Rhythmen und (Sprach-) Melodien, Hymnen oder Dissonanzen, mit Kapiteln wie Strophen. Es gibt Texte, die einem Musikalitätsprinzip unterliegen und es gibt Schriftsteller, die ihre Werke wie Musik komponiert haben.
Bücher, die klingen und wie Musik funktionieren, sind das Thema der nächsten Darbietung des Forum-Buch-Ensembles.

Galerie Treibhaus (Katharinenstr. 11-13)

Kristin Anacker, Christian Budde, Christine Herzog und Jörg Stübing bringen uns Werke von Thomas Mann, Perry Henzett, Thomas Bernhard und Jack Kerouac zu Gehör.

 

 

2009

Der lange Fünfuhrtee der Seele

26.11.2009

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"Der lange Fünfuhrtee der Seele" ist in der Regel die formvollendete Einladung zu einer Gesellschaft.

Die Einladung setzt voraus, dass die Gäste pünktlich am Donnerstag dem 26. November um 21 Uhr im Zille erscheinen und sich nach etwa zweieinhalb Stunden wieder empfehlen. Es kann gegen Ende noch ein Drink angeboten werden, so dass gegen 1 Uhr mit der Verabschiedung auch des letzten Gastes zu rechnen ist. Es gebietet die Form, dass  die Gastgeber die Gäste mit Buchtips versorgen und ihnen kleine literarische Köstlichkeiten reichen. Danach werden Zitate, Einwürfe und Gesprächsbeiträge in einer Diskussion arrangiert, so dass sich jeder Gast nach Belieben selbst bedienen kann. Die Zugbereitung diverser literarischer Genüsse obliegt Christine Herzog, Kristin Anacker und Jörg Stübing. Über zahlreiches Erscheinen freuen sich das artderkultur und BüchersBest

P.S.
Die Einladung zu einem Fünfuhrtee erfordert keine schriftliche Danksagung, aber ein Telefonanruf am nächsten Tag oder im Verlauf der Woche ist nicht nur höflich, sondern erfreut auch die Gastgeber.

 

 

Trivia, Trash und Tränen

24.09.2009

09 09 webForum:Buch. versammelt sich um das Faszinosum "Trivia, Trash und Tränen" in der Literatur anhand einer Auswahl an Büchern zu beleuchten. Ist Tarzan Trash? Was bitte hat Martin Suter mit diesem Thema zu tun? Und kann man John Irving tatsächlich als trivial oder rührerisch empfinden? Das und vieles mehr könnt ihr am Donnerstag in der Buchbar (Sonnenhof, Alaunstr. 66/68) mit Jörg Stübing, Micha Schiek und Christine Lietzmann diskutieren.

 

 

 

 

 

 

 

Einzelhaft. Ich und die Anderen.

28.05.2009

Allein unter Fremden, Blinden, Nashörnern gar. Umgeben von Mauern aus Glas, bedroht von undurchdringlicher Finsternis, missverstanden, missverstehend. Getrieben werden, sich von der Masse treiben lassen, selber toben, johlen und euphorisch tanzen... artderkultur lädt ein zu einem Abend, der sich mit der literarischen und auch der wissenschaftlichen Perspektive auf das Verhältnis von Masse und Individuum, von Vereinzelung und Geselligkeit auseinandersetzt.

Christine Lietzmann widmet sich Elias Canettis Beobachtungen zum Phänomen der Masse in seinem Werk „Masse und Macht“, Micha Schiek beschäftigt sich mit dem Einzelgänger „Murphy“ aus dem gleichnamigen Roman von Samuel Beckett und Jörg Stübing stellt Ayn Rands „Hymne“ vor.

Am Donnerstag den 28.Mai.2009 um 21.00 Uhr im Salon des Hotel Odessa (Katharinenstr. 13, DD-Neustadt).

 

 

 

 

 

 

 

Also sprach LEM. Betrachtungen zum Werk von Stanislaw Lem.

23.04.2009

Ijon Tychi, Golem, Kapitän Pirx und viele andere Wissenschaftler, Roboter, Weltraumreisende und denkende Raumschiffe sind die Helden der Erzählungen des polnischen Wissenschaftlers und Schriftstellers Stanislaw Lem. Sein nicht nur mit dem Genre des Science-Fiction assoziiertes Werk soll im Rahmen einer Sonderveranstaltung der literarischen Diskussionsreihe „Forum: Buch.“ am 23. April 2009 ab 21.00 Uhr vorgestellt werden.

Einzelne Romane und Erzählungen werden von Kristin Anacker, Edda Laux und Jörg Stübing rezensiert.

 

 

 

Memento Mori. Von den letzten Dingen.

26.03.2009

Der Tod ist eines der ältesten Mysterien des Lebens. Erst im Widerschein unserer Endlichkeit leuchten grundlegende Aspekte unseres menschlichen Daseins auf, im Angesicht des Todes feiern wir das Leben, dessen Wert sich durch seine Vergänglichkeit bemisst. Neben der Liebe ist der Tod auch eines der großen und ausdauerndsten Themen der Literatur.
Den Abgesang auf das Leben feiert nicht nur die Lyrik, an- und abschwellend durch verschiedene Zeiten; das klassische Drama gibt sich Akt für Akt in allen Einzelheiten dem Sterben hin, und die Prosa besonders des 20.Jahrhunderts beschwört den Tod in unterschiedlichen Facetten oder weist ihm die Rolle der Hintergrundmusik zu.

Zur Diskussion gestellt wurden
Von Christine Lietzmann: Edgar Allan Poe, Die Maske des Roten Todes.
Von Micha Schiek: José Saramago, Das Todesjahr des Ricardo Reis.
Und von Jörg Stübing: Richard Dooling, Bett Fünf. 

In geheimer Mission - im Netz von Spionage und Verschwörung

29. 01.2009

Gefangen im Netz der Agenten, verstrickt in dunkelste Machenschaften und den Kartellen geheimer und höchst inoffizieller Mächte ausgeliefert – die Welt der Spionage und Verschwörung ist nicht nur hochgradig undurchsichtig, sondern auch absolut reizvoll. Ein Kosmos mit eigenen Regeln und Gesetzen, dessen Code nur von Eingeweihten dechiffriert werden kann und allen Normal-Sterblichen Raum für Spekulationen und Verschwörungstheorien gibt, soll im Mittelpunkt des literarischen Abends stehen. Eiskalt wurden aus der Fülle der Bücher zum Thema drei Legenden ausgewählt, denn: Forum Buch ist nach drei Jahren endlich unterwegs in geheimer Mission! Am Donnerstag, 29.Januar 2009, um 21 Uhr, in der Galerie Treibhaus (Katherinenstr. 11-13, DD-Neustadt)

Licht in das Januardunkel bringen Jörg Stübing, Kristin Anacker und Christine Lietzmann mit folgenden spektakulären Enthüllungen aus der Welt der gesponnenen Intrige:
Carl Zuckmayer: Geheimreport.
Gilbert Keith Chesterton: Der Mann, der Donnerstag war.
Robert Litell, Die kalte Legende..

 

 

 

2008

Nach den Sternen greifen

27.11.2008

Nach den Sternen greifen, also nach dem Höchsten, dem Reinsten sich verzehren, nach dem Unerreichbaren streben, sich seine Ziele weit stecken und sich seinen kühnsten Träumen hingeben? Doch sieh, das Gute liegt so nah, wie einst Goethe gemahnte. Und die ein oder andere Sternstunde soll denn auch Forum: Buch. uns gewähren. Am Donnerstag dem 27. November 2008 um 21 Uhr bei einer erneut thematisch sehr weit gefassten Buchauswahl am wärmenden Kamin in neu entdeckten Räumlichkeiten: Der Louisenstraße 93, DD-Neustadt.

Zur Diskussion gestellt wurde:
Von Kristin Anacker Donald Windhams „Dog Star"
von Christine Lietzmann Stefan Zweigs „Sternstunden der Menschheit"
und von Jörg Stübing Philip K. Dicks “Valis"

 

 

Glaube und Wissen

25.09.2008

„Glaube ist besser als Wissen.“ Ein nüchterner Satz, der zumindest bei den Anhängern der wissenschaftlichen Denkart ein gewisses Befremden auslösen sollte. Und doch übt die These ihren Reiz aus: Glaube heißt schließlich Zuversicht, Hoffnung und nicht zuletzt auch Freiheit, während Wissen eine Wahrheit bedeutet, die fast zwangsläufig in unumstößliche, absolute Regeln und Beschränkungen mündet.

Stehen nun Glauben und Wissen zueinander in Widerspruch, sind sie gar unvereinbare Gegensätze? Oder bedingen sie sich, dergestalt etwa, dass nur wer glaubt, auch ein Wissen erlangen kann? Welche Rolle spielt das Gewissen als Insel zwischen eigener Überzeugung und besserem Wissen? Literarisches Konfliktpotential scheint hier vorprogrammiert und wird in bewährter Form gelöst oder verschärft mit den folgenden Werken und Rezensenten:

Kristin Anacker: Chuck Palahniuk - Flug 2039
Christian Budde: Michael Frayn - Das Spionagespiel
Christine Lietzmann: Jurek Becker - Bronsteins Kinder
Jörg Stübing: Karel Capek - Das Absolutum

 

 

 

Carte Blanche

31.07.2008

Traditionell Schmökern unter freiem Himmel, wie sich das für den Sommer gehört. Mit dabei sind wieder: Christine Lietzmann und Jörg Stübing (Alexis Sorbas).
Wir treffen uns am 31. Juli um 21.00 Uhr im Garten der Veränderbar.

Jäger und Gejagte

29.05.2008

Über die Jagd lässt sich trefflich streiten. Ob Schürzen, Schnäppchen oder Trophäen... der Alltag, und mehr noch die Kunst, hält viele Rollen bereit. Die aktuelle Veranstaltung Forum: Buch "Jäger und Gejagte" widmet sich nicht nur den bedrohten Objekten der Begierde, sondern auch den unermüdlich Getriebenen.

Unsere Rezensenten Kristin Anacker, Micha Schieck und Jörg Stübing gehen unter anderem auf die Suche nach seltenen Büchern (Carlos Ruiz Zafón "Der Schatten des Windes") und zu den Jägern in die Hütte (Gisela Elsner "Heilig Blut").

Am 29.Mai 2008 um 21 Uhr treffen wir uns in der Galerie Treibhaus (Katherinenstr. 11-13, Dresden-Neustadt).

 

Von urbanen Helden und Landpomeranzen

27.03.2008

Mit Beginn der Moderne sind Städte zu Romanschauplätzen geworden und haben als dargestellte Lebensräume nicht nur das Erzählen/Lesen als solches – „mit den Fingern den Stadtplan entlang“ – verändert. Greifbar wird die Relevanz des städtischen Kosmos in der Tatsache, daß fast keine europäische Metropole mehr ohne ihren literarischen Krimihelden auskommt – Kommissar Maigret war nur der Anfang dieser Entwicklung. Der selbsterschaffene KULTURraum im Gegensatz zu einer in sich geschlossenen ländlichen Idylle hat neue Typen von Protagonisten ausgeprägt: den anonymen Einzelgänger und –kämpfer, den Flaneur, den Asphaltcowboy…

Was kennzeichnet solche „urbanen Helden“, was unterscheidet sie von den sprichwörtlichen Landpomeranzen? Nicht zuletzt der Aspekt, daß ein Mensch im „Dickicht der Städte“ (Brecht) verloren gehen kann, sich seinen Platz erst suchen und neue „ländliche“ Strukturen (die Eckkneipe, den Krämerladen im Kiez, den Buchhändler des Vertrauens…) selbst schaffen muß.

Der „urbane Mikrokosmos“ der Dresdner Neustadt ist gerade um ein weiteres Ambiente reicher geworden: die  „VERÄNDERBAR", Görlitzerstr. 42 HH, wohin "Forum: Buch." zum Thema „Von Urbane Helden und Landpomeranzen“ am 27. März um 21 Uhr einlädt – Dabei stellen Kristin Anacker, Christine Lietzmann und Jörg Stübing unter anderen folgende Bücher vor: »Ragtime« von E.L. Doctorow, von Wilhelm Genazino verschiedene Titel u.a. »Eine Frau, eine Wohnung, ein Roman« /»Die Liebesblödigkeit« und »Der Mann der Inseln liebte«, von D.H. Lawrence »Meine Freundin, der Guru und ich« von William Sutcliff

Schall und Rauch

31.01.2008

Anlässlich des letzten Tages an dem Mensch noch in den Kneipen Sachsens rauchen durfte, ging es am Donnerstag dem 31.01.2008 im Forum: Buch um den blauen Dunst, aber nicht nur...
Zum Thema „Schall und Rauch“ haben unsere Rezensenten Kristin Anacker, Christian Budde, Christine Lietzmann und Jörg Stübing gelesen, gedeutet und diskutiert, bis die die Köpfe rauchten.

Zum zweijährigen Geburtstag wurden im ReiterIn unter anderen
»Homo Faber« von Max Frisch,
»Rauchzeichen« von Guillermo C. Infante, und
»John Lennon hat mir das Rauchen verboten« von Karin Keppel
vorgestellt.

 

 

2007

Im Dickicht des Märchenwaldes

22.11. 2007

Kristin Anacker, Christine Lietzmann und Jörg Stübing schlugen sich herum mit Drachen, Schurken und Scharlatanen, entfesseln Wünsche, spazierten durch die Lüfte und lösten Aufgaben. Denn am Donnerstag dem 22.November 2007 um 21.00 Uhr im gemütlichen Buchladen Büchers Best haben wir den Bann gebrochen und läuteten mit einer handverlesenen Märchenauswahl die Vorweihnachtszeit ein.

Es wurden Werke von Paul Auster, Robert Bly und Oscar Wilde vorgestellt und diskutiert.

 

 

 

Mord und Totschlag

27.09.2007

Am Donnerstag dem 27. September um 21 Uhr trafenn wir uns zur Spurensuche am Tatort Oosteinde (Prießnitzstr. 18). Mit dabei waren diesmal Micha Schiek und Jörg Stübing, die uns folgende Indizien zur weiteren Untersuchung vorlegten: Raymond Chandler "Der tiefe Schlaf", und Sylvie Germain "Tage des Zorns".

 

 

 

 

47. Stock

26.08.2007

Am 26. August trafen wir uns unter freiem Himmel und Thema im Sonnenhof. Neben neuen Büchern gab es diesmal auch zwei neue Gesichter unter den Rezensenten. Neben Chrsitine Lietzmann (Franziska Linkerhand von Brigitte Reimann) gaben so Kristin Anacker (Der Untergeher von Thomas Bernhard) und Micha Schiek (Heinrich Steinfest. Cheng und Wolf Haas. Das Wetter vor 15 Jahren) ihre Buchauswahl zum Besten.

 

 

 

 

 

 

 

Fremde Welten

31.05.2007

Das Fremde fasziniert und erschreckt gleichermaßen. Als fantastischer Film, Urlaub in exotischen  Ländern oder bizarrer Traum. Was aber, wenn wir in diesen „fremden Welten“ nicht mehr nur zu Gast sind, der Sturz aus der Realität in einer neuen Realität endet, unwiderruflich? Um solche Art experimenteller Szenarien ging es im Mai mit unseren Rezensenten Christine Lietzmann und Jörg Stübing anhand von Thomas Glavinic (Die Arbeit der Nacht), Marlen Haushofer (Die Wand), und Christoph Ransmayr (Die letzte Welt). Drei Bücher, drei österreichische Autoren.  Es scheint, als wären unsere Nachbarn führend in der Literatur der Fremde.

Zwischen Glavinics Arbeit der Nacht und Haushofers Wand ergeben sich in der Betrachtung viele Parallelen und Unterschiede. Die Situation der Protagonisten ist vergleichbar: Zurückgelassen in einer Welt, in der es keine anderen Menschen mehr gibt. Auf sich gestellt, versuchen sie, Antworten auf das Warum zu finden, ihr neues Leben zu organisieren und schlicht zu überleben. Bei genauerer Betrachtung liegt der große Unterschied in der Freiheit der Bewegung. Haushofers Heldin ist gefangen hinter einer unsichtbaren, undurchdringlichen Wand, die ihren Radius extrem einschränkt. Jedoch werden ihr die Mittel an die Hand gegeben, ihr Leben zu organisieren. Eine Kuh läuft ihr zu, sie findet eine Katze, hat die Möglichkeiten, sich auf die alten Kulturtechniken des Ackerbaus und der Viehhaltung zu besinnen. Ihr Denken und Handeln ist gerichtet auf den Erhalt eines Status Quo, der die unfassbare Situation erträglich macht.

Im Gegensatz zu ihr quält Jonas, den Protagonisten in Die Arbeit der Nacht, die Vielfalt der Möglichkeiten, die ihm plötzlich offen stehen. Er ist jeder Verantwortung, für sein Überleben zu sorgen, enthoben. Lebensmittel findet er überall in den Supermärkten, Verkehrsmittel stehen zu seiner Verfügung, und sogar Geld ist noch vorhanden. Was ihm aber die Situation so unerträglich macht, ist das Fehlen irgendeines Zieles, einer Aufgabe. Flucht in die Vergangenheit ist letztlich seine Reaktion.

Mit Vergangenheit spielt auch der Roman Die letzte Welt von Christoph Ransmayr. Er entführt den Leser in eine Welt, die außerhalb fassbarer Zeitdimensionen zu liegen scheint. Die Grundgeschichte des Buches ist in starken Zügen mit dem Werk und Leben des klassischen Dichters Ovid verknüpft. Ein Mann macht sich auf aus seinem bequemen Leben in Rom, um die Metamorphosen zu retten. In dieser Bewegung kommt er Ovid immer näher, ohne ihn je zu treffen. Der Leser wird Zeuge der Metamorphose – der Veränderung des Mannes –  im Laufe seiner Suche. Das Buch ist eine Einladung, eine spannende Geschichte zu lesen, und sich ganz nebenbei mit dem Werk Ovids auseinanderzusetzen.

Wach auf bevor Du aufschlägst!

29.03.2007

[...] Natürlich ist das ein bisschen eine unangenehme Situation für den Brenner gewesen. Aber im Leben immer wieder interessant, dass eine Niederlage sich im nachhinein oft als ein Volltreffer erweist. Wo man hinterher zugeben muß, siehst du, wenn mir nicht Haus und Hof abgebrannt wären, wenn ich nicht meine gutbezahlte Stelle und meine wunderschöne Frau verloren hätte, dann hätte ich dieses hochinteressante Kreuzworträtsel wahrscheinlich gar nie aus der Mülltonne gefischt. [...]    

Wolf Haas, Silentium!

Das "Forum: Buch" beschäftigte sich im März mit dem Motiv des Scheiterns in der Literatur. Unsere bereits bekannten Rezensenten Christine Lietzmann, Undine Materni und Jörg Stübing stellen die verschiedenen Stile des Scheiterns bei Heinrich Bölls "Ansichten eines Clowns", Kenneth Cooks "In Furcht erwachen" und Anna Gavaldas "Zusammen ist man weniger allein!" zur Diskussion.

 

 

 

Es war einmal... Geschichtsverarbeitung in der Literatur

25.01.2007

war das Thema des "Forum: Buch." am Donnerstag dem 25. Januar 2007. Wo hört Geschichte auf und wo fängt das  Geschichtenerzählen an? Was ist authentisch, was wahr? Und welchen Einfluss haben Mythen auf alltägliche  Geschichtsverarbeitung und deren Aufarbeitung?

"Ohne langes Nachdenken könnte man meinen, authentisch sei eben allein die "Urfassung", denn nur diese sei noch frei von Auslassungen und Zutaten." [Norbert Bischof: Das Kraftfeld der Mythen]

Unsere Rezensenten Christine Lietzmann (Germanistin), Undine Materni (freie Schriftstellerin) und Jörg Stübing (Büchers Best) stellten dazu vier ganz unterschiedliche Bücher zur Diskussion:

Christa Wolf: Medea.Stimmen.
Harry Mulisch: Das Attentat
Helmut Krausser: Melodien
Lily Brett: Zu viele Männer und Ausschwitz-Poems

 

2006

Sex

23.11.2006

Donnerstag, 21.00 Uhr veranstaltete der Art der Kultur e.V. ein weiteres Mal  "Forum Buch“zu einem Thema, das, so ist zu hoffen, jeden angeht: "Sex".  Dazu gab es von Christine Lietzmann einen Einblick in  Elfriede Jelineks umstrittenen Roman „Die Klavierspielerin“ und Jörg Stübing näherte sich über Anais Nins pornographischer Literatur („Das Delta der Venus“) auch Henry Miller.

 

 

 

 

 

Hinter allen Uhren

28.09.2006

„Es gibt ein großes und doch alltägliches Geheimnis. Alle Menschen haben daran teil, jeder kennt es, aber die wenigsten denken je darüber nach. Die meisten Leute nehmen es einfach so hin und wundern sich kein bisschen darüber. Dieses Geheimnis ist die Zeit. Es gibt Kalender und Uhren, um sie zu messen, aber das will wenig besagen, denn jeder weiß, dass einem eine einzige Stunde wie eine Ewigkeit vorkommen kann, mitunter kann sie aber auch wie ein Augenblick vergehen – je nachdem was man in dieser Stunde erlebt. Denn Zeit ist Leben. Und das Leben wohnt im Herzen.“ Michael Ende: Momo

Zeit nehmen und kommen zum zuhören und mitmachen. Am Donnerstag dem 28.September 20006. Trafen wir uns um Rezensionen zum Thema „Hinter allen Uhren“ zu hören. Zur Zeit in der Literatur präsentierte Undine Materni Thomas Lehr: 42 und Jörg Stübing stellte Alan Lightman: Einsteins Dreams vor. Außerdem zu Gast: Falk Morlack, der uns Michael Endes Momo wieder in Erinnerung brachte.

 

Himmel - Herrgott - Sakrament

27.07.2006

Wir beschäftigten uns am 27. Juli 2006 unter dem Titel "Himmel - Herrgott - Sakrament" mit der christlichen Ikonographie in der Literatur. Und unter freiem Himmel, im Sonnenhof, trafen wir uns auch um Jörg Stübings Rezension des Meisterwerkes Michail Bulgakovs: Meister und Margerita und Christine Lietzmanns auch biographisch sehr aufschlussreichen Ausführungen zu Joseph Roths: Die Legende vom heiligen Trinker zu hören und zu diskutieren.

 

 

 

 

 

 

Traum und Wahn

01.06.2006

Am 1. Juni 2006 ging Forum: Buch in die dritte Runde. Anlässlich des Freud-Jubiläums haben wir uns dem Thema "Traum und Wahn" zugewendet. Dazu nahm sich Christine Lietzmann die "Traumnovelle" von Arthur Schnitzler vor.  Jörg Stübing stellte uns William S. Bourroughs "Naked Lunch" vor und Undine Materni brachte gleich zwei Bücher mit: Angela Krauß: Wie weiter und Lena Kugler: Wie viele Züge.

 

 

 

 

 

  

 

 

Zwischen Übervater und Mutterkreuz

30.3.2006

Am Donnerstag dem 30.3.2006 beschäftigten sich unsere Rezensenten unter dem Titel „Zwischen Übervater und Mutterkreuz“ mit Eltern-Kind-Konflikten in der Literatur. Dazu beschäftigte sich Undine Materni mit der Mutter-Tochter-Konstellation, während sich Jörg Stübing mit Thomas Lang: Am Seil dem Vater-Sohn-Konflikt näherte.
Zu Gast war außerdem die freie Schriftstellerin Silke Möller.

 

 

 

 

 

 

Sehnsucht nach Süden

26.01.2006

Die Auftaktveranstaltung des Forum Buch fand am Donnerstag den 26. Januar 2006 statt. Passend zu den Träumen jener kalten Tage ging es hier rund um das Thema: “Sehnsucht nach Süden”

Jörg Stübing vom Büchers Best stellte dazu Iso Camartin: Jeder braucht seinen Süden zur Diskussion. Christine Lietzmann (Rednerladen) widmete sich Albert Camus: Der Fremde. Mit im Podium war die Schriftstellerin und Rezensentin Undine Materni.